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Pandemiebedingt nicht im Präsenzunterricht einsetzbare Lehrkräfte

1. Eintragungsmöglichkeiten an Schulen ohne Stunden für Corona-Reserven

Stammlehrkräfte, die nicht im Präsenzunterricht eingesetzt werden können, müssen vollständig verplant werden. Dies kann in Form von Unterricht, bspw. als digitaler Förderunterricht, ggf. als Differenzierungen im Unterricht ( eine Lehrkraft vor Ort und weitere Lehrkraft per Video zugeschalten) oder als vollständig eigener Distanzunterricht erfolgen. Der Förderunterricht ist in der Liste „Besonderer Unterricht“ zu führen und in der Spalte Unterrichtsart (UArt) mit der Ausprägung „f“ (Förderunterricht) zu kennzeichnen.

Ist eine Stammlehrkraft ganz oder teilweise mit Tätigkeiten betraut, denen nicht direkt Schüler zugeordnet werden können (z. B. zusätzliche Übernahme von Korrekturarbeiten für andere Lehrkräfte, Verwaltungsarbeiten, Erstellung von Unterrichtsmaterialien für die Fachschaft), erfolgt die Verbuchung der entsprechenden Stunden, die nicht Unterricht sind, in der ASV im Bereich „Anrechnungen, Fördermaßnahmen, Betreuung, Vertretungsreserven“ als Anrechnung mit der Art „wx - sonstige Anr (staatl.)“, der Differenzierung „Sonstige“ und der Bemerkung „PAUL“ (PAUL steht für „pandemiebedingte Abwesenheit vom Unterricht bei Lehrkräften“).

Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang, dass für pandemiebedingte Abwesenheiten von Lehrkräften, bei denen die Stammlehrkraft weiterhin im Dienst ist, aber wegen einer individuellen Risikosituation pandemiebedingt nicht im Präsenzunterricht eingesetzt werden kann, Teilzeiterhöhungen bei Stammlehrkräften aus haushaltärischen Gründen nicht möglich sind (ebenso die Anordnung von Mehrarbeit, Mehrung/Minderung).

Zielführend kann neben dem Einsatz von Stunden aus der Corona-Reserve zur Beschäftigung von Teamlehrkräften - falls solche vom MB zugewiesen wurden - auch z. B.

  • die Umwidmung sonstiger Stunden (z. B. Wahlunterricht, FSF-Anrechnungen)
  • die Verwendung der Integrierten Lehrerreserve
  • Distanzunterricht (z. B. für Förderangebote)

sein.

2. Eintragungsmöglichkeiten mit zusätzlichen Stunden für Corona-Reserven

Wenn zusätzliche Stunden vom MB für die Beschäftigung von Aushilfskräften für coronabedingt nicht im Präsenzunterricht einsetzbare Lehrkräfte vergeben wurden, gibt es folgende zwei Modelle für den Einsatz von Aushilfskräften im Rahmen der Corona-Reserve:

Stammlehrkraft – Teamlehrkraft

Nur die Stammlehrkraft wird in die Matrix eingetragen, wenn eine TLK für eine Stammlehrkraft den Präsenzunterricht abhält.

Jede TLK erhält ausschließlich die Stundenanzahl als UPZ, die die MB-Dienststelle genehmigt hat und die im Arbeitsvertrag (als TLK) vereinbart wurde. TLKe können mehreren Stammlehrkräften zugewiesen werden. TLK schlagen nicht auf das Budget. Sie erhalten entsprechend ihre genehmigten Stundenzahl die neue Anrechungsart „Einsatz als Teamlehrkraft (TLK)“ im vollen Umfang ihrer UPZ, (vgl. Hinweise zu Teamlehrkraft).

Eigenständiger Unterricht von Teamlehrkraft

Im Sonderfall, dass die Teamlehrkraft eigenständig Unterricht halten kann, wird die TLK wie reguläre Aushilfen eingetragen. Die zugehörige Stammlehrkraft, die nicht im Präsenzunterricht eingesetzt wird, ist wie unter 1.) beschrieben, vollständig im Unterricht oder mit der neuen Anrechnungsstunde „PAUL“ zu verbuchen. Es ist nicht zulässig, bei dieser Stammlehrkraft längerfristigen Ausfall zu vergeben.


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